Wahrheit und Spiegel. Aussehen und Fühlen.

Die drei Worte heute: #Spiegel #Ärsche #langärmlig

 

Tja, was soll ich sagen. Heute ist so ein Tag… so ein Tag, der mich bräsig macht. Bräsig von mir selbst und meinen Verzerrungen.
Ich sehe an mir herunter und bewundere die Farben meines neuen Kleides, die tiptope Form meiner Brüste im ebenso neuen spitzenbesetzten BH. Doch ich fühle direkt… wenn ich die Perspektive wechsle, dann… werde ich mich scheiße finden.
Trotzdem sehe ich in den Spiegel und erkenne die Person nicht, die da steht und mich mit strubbeligen Haaren, Doppelkinn und dicken Armen ansieht. Sie sieht traurig aus, nee, eher unsicher, klein, gedrungen, irgendwie zerstört oder gar verkommen.
Bei Menschen außerhalb meines Spiegels, die ich ansehen darf, finde ich dicke Ärsche, dicke Arme und Beine und ja… auch dicke Bäuche schön. Ich sehe es gern an und ich weiß aus Erfahrung, wie gut und sinnlich sich so gebaute Menschen anfühlen. Das sollte mensch sich gönnen und sich daran erfreuen, denn es ist gemütlich und aufregend gleichzeitig. Alles in allem ist schon das Betrachten allein wie ein Geschenk. Und für mich ein ehrlicher Genuss.

Aber der Spiegel in meinem Schlafzimmer, der alte Arsch, zerstört diese Frau, die sich da spiegelt und zerdeppert rein glotzt und niemand ist da, um sie wieder aufzubauen.
Kackdreck.
Aber das Kleid ist schön. So am Bügel. Oder an Anderen.
Ich greife meine schwarze Jeans und mein schwarzes langärmliges Top und übe mal wieder mein Lächeln.

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