The Konfetti-Feeling

Drei Worte:
#Reliabilitätskoeffizient
#Schweinenase
und NATÜRLICH, weil’s halt eben von Tinka kommt: #Konfetti

The Konfetti Feeling

»Ist dir schon mal aufgefallen… wir brauchen den Locher eigentlich nur für Konfetti«, sage ich und lächle, als ich ihm das zugestaubte Teil aus dem Sideboard neben dem Schreibtisch reiche.
»Ja, unser Locher hat es verdammt gut bei uns!«, sagt er, faltet das bunte Papier, testet zwischendurch, ob es noch in die Locheröffnung passt und lochert los. Sehr rhythmisch.
Ich mache passende Musik an. Denn, Konfetti ohne Musik? Undenkbar!
»Hast du eine Idee, wie es sich wohl anfühlt Konfetti zu sein?« frage ich und werde nachdenklich. Bunt, klein, rund, meist wild durcheinandergeworfen und irgendwie zerstreut, denke ich.
»Das ist dein Fachgebiet und sprengt meine Vorstellungskraft!«, sagt er.
Meine Hand stecke ich tief in den bereits halbgefüllten Eimer Konfetti. Ich würde gern jetzt schon… aber nein.
»Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster, aber ich möchte schwören, der Reliabilitätskoeffizient von Konfetti liegt bei +1«, sagt er und lochert als gäbe es kein Morgen. »Locher, buntes Papier, ein Nachmittag Stanzvergnügen, zackfertig, Konfetti, eins wie das Andere. Bereit zu werfen! Jederzeit genau so wiederholbar.«
Er lacht. Ich hole eine Flasche Wein aus dem Regal und schütte ihm ein großes Glas ein.
»Du bist definitiv zu nüchtern für Konfetti«, sage ich.
Er nickt wissend.
» Reliabilitätskoeffizient?«, fragt er trotzdem. Denn er braucht immer einen Grund zum Trinken.
»Japp! Und jetzt trink!«, sage ich und streiche ihm durch seine Haare. Findet er doof, das weiß ich, aber seine Hände sind gerade viel zu beschäftigt, um mich davon abzuhalten.
Langsam wird es Abend. Der Konfetti-Eimer ist nun beinahe wieder komplett gefüllt und der Wein wirkt. Von Re-dingsbums-koeffizienten kann keine Rede mehr sein. Er atmet schwer aus und wieder ein. Als müsse er seine Gedanken sortieren. Sein aktueller Promille-Status: Ich weiß, was ich sagen will, nur irgendwie nicht in welcher Reihenfolge und Betonung.
Endlich hat er sortiert, was er mir wie erzählen will: »Weissu, Süße… wennu Konfeddi im Schweinestall wirfs…musse aufpassen! Höllisch!«
»Ach«, sage ich. Jetzt bin ich ja mal auf seine Begründung gespannt, denn ich weiß, die wird noch kommen.
Er lässt sich nochmal etwas Zeit und leert sein Glas Wein und damit auch unsere zweite Flasche an diesem Konfettinachmittag.
»Na, wegen der Schweinenasen!«, platzt es endlich aus ihm heraus und er zieht einmal – zu Demonstrationszwecken – tief Luft durch seine Nase ein. Seine Nasenlöcher weiten sich bedrohlich.
»Ok, ich pass auf«, sage ich. »Wollen wir dann jetzt endlich ein bisschen Konfetti vom Balkon werfen?«, frage ich.
Aber das muss ich eigentlich gar nicht fragen.

 

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