Feuer … ähäähääää

#Feuer
#Frosch
#Sekunde

Feuer … ähäähääää

Er schaute und starrte. Er schaute und starrte auf das Froschbild, das seit einigen Tagen auf seiner Schlafzimmerkommode an der Wand lehnte.

Er schaute und starrte. Von seinem Bett aus. Auf einen Frosch, der grinste und zurückglotzte und zurückglubschte, wie er da so in seinem Bett vergammelte.
Irgendwann schaute und starrte er nicht länger, sondern glotzte und glubschte gleich wie das Froschbild, … froschgleich.

Er glotzte und glubschte also irgendwann und dann den lieben langen Tag. Ihm kam so ein Tag vor wie Sekunden. Generell fühlte er Tage, die wie Sekunden an seiner älter werdenden Erscheinung zerrten. Vier.und.zwan.zig.stun.den rieselten durch seine Gedanken, wie Sand. Brannten wie Salz. Oder andersrum.

Er habe einen Burnout, sagte der Arzt.
Burnout… wie das schon klingt, dachte er. Irgendwie, eher wie ein Rocksong, dachte er.
Sein Leben war alles – nur kein scheiß Rocksong.
Und prompt … ohne ein weiteres Zutun, so in Gedanken sang er:

»I’am the god of hellfire and I bring you:
fire, ähähäääh…
I’ll take you to burn
ähähäääh
fire, ähähäääh
I’ll take you to learn
I’ll see you burn!«

Er lächelte. Wie der Frosch.
Ob Frösche Ohrwürmer bekommen könnten? Haben Frösche Ohren? Er könnte es googeln. Hatte aber keine Lust. Sein Kopf war so schrecklich voll. Voll von… Ohrwurm…
Kacke:

»you fought hard and you saved and learned, but all of it’s going to burn«

Er konnte nicht stoppen, sang in Gedanken… weiter und weiter:

»and your mind, your tiny mind, you know you’ve really been so blind. Now is your time burn your mind. You’re falling far too far behind«

Ach, wie wahr es war, was der Ohrwurm zwischen seinen Ohren sang. Er musste weinen. Schon wieder. Frosch hin. Frosch her. Er glotzte und glubschte zum Frosch. Das beruhigte ihn.

»oh no,
oh no,
oh no,
you gonna burn!«

Schnauze!!

»fire, ähähäääh…
to destroy all you’ve done
ähähäääh
fire, ähähäääh…
to end all you’ve become
ähähäääh…
I’ll feel you burn!

Aaaaaaaaaaah!

»you’ve been living like a little girl, in the middle of your little world and your mind, your tiny mind, you know you’ve really been so blind. now’s your time burn your mind, you’re falling far too far behind«

Frosch, bitte hilf mir!

»uuuuhhhhuhhhh
fire, ähähäääh…
I’ll take you to burn
ähähäääh
fire, ähähäääh
I’ll take you to learn.
You’re gonna burn…«

Er löschte das Licht. Es war wieder ein Tag voller Sekunden vorbeigerieselt, wie Salz. wie Sand. Er schloss die Augen. Das Glotzen und Glubschen machte ihn müde. Morgen würde er wieder zuerst mit Schauen und Starren beginnen. Vielleicht diesmal aus dem Fenster. Mal sehen. Der Frosch hatte eine Pause verdient.

»fire, ähähäääh…
I’ll take you to burn.
ähähäääh…«

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